Die OMK 2018 – Der Online-Marketing Kracher

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Man-o-man, da habe ich mich schon drauf gefreut: Die siebte Runde der OMK an der Leuphana-Universität in Lüneburg. Zurecht, wie sich herausgestellt hat.

Zugegeben, dass ich zum ersten Mal dort war, hat den Eindruck vermutlich etwas verstärkt. Das nimmt allerdings keinen Einfluss auf die Unmengen an sachdienlichem Wissen, die ich dort aufgesogen habe.

Das Programm war knackig. Knapp 10 Stunden Informationsflut, verteilt auf vier Hörsäle und über 40 Speaker. Das ist mal ´ne Ansage!

Da kamen die Pausen zwischen den Vorträgen ganz gelegen. Einmal durchatmen, neu sortieren, einen der Essensstände aufsuchen und wieder zurück in den Hörsaal.

Mein Highlight

Der Vortrag, der bei mir am meisten Eindruck gemacht hat, war definitiv der von Christopher Spall, Gründer von Spall.macht.Marke.

Den fand ich besonders interessant, weil er sich auf abstrakterer Ebene eher indirekt mit Marketing beschäftigte. Genauer: mit Markenidentität.

Zugleich fügte sich Herr Spall passend in die allgemeine Strömung der Referenten. Der Konsens scheint zu sein, dass es immer mehr darum geht, möglichst nah am einzelnen Kunden zu sein. Weniger großflächige Werbung, dafür umso besser individuell abgestimmte Kundenerfahrungen.

Der Vortrag unterstrich die Richtigkeit dieser Ansicht, zeigte aber gleichzeitig in eine andere Richtung. Nämlich, auf die Firma. Durch ein möglichst spezielles Profil des Unternehmens soll der richtige Betrachter sich direkt damit identifizieren können. Zu diesem Zweck rät Herr Spall, die eigenen Werte soweit zu verdichten, dass man sie auf einen Satz reduzieren kann.

Erst pures Wissen in den Hörsälen, dann Musik, Getränke und Unterhaltung im Flur. Die OMK hatte einiges zu bieten

Die Quintessenz: Der Grundstein für eine „echte“ Marke ist weniger Einheitsbrei, dafür mehr Individualität. Dafür muss man im Kern des Unternehmens ansetzen, anstatt die Außendarstellung anzupassen.

Was bringt einem schon ein schönes Haus, ohne solides Fundament?

Andere Vorträge glänzten eher durch momentane Präsenz des Themas, als dass sie ein Grundgerüst zur Orientierung bauten. Beide Arten an Präsentationen auf ihre Weise unheimlich relevant und mit der richtigen Menge an praxisnahen Beispielen versehen.

Fazit

Für mich ein sehr erfrischender Mix aus Zutaten, die ein wahres Festmahl an schmackhaften Erkenntnissen servierten. Die OMK war gerade deshalb so authentisch, weil sie durch Aktualität glänzte. Jeder Trend ist wichtig und muss beleuchtet werden, da er den Markt mitbestimmt. Dabei sollte man sich allerdings unbedingt an seinem eigenen roten Faden orientieren.

Diverse Einsichten gepaart mit den notwendigen Werkzeugen, diese umzusetzen, konnten den Wissenshunger befriedigen, der mich nach Lüneburg trieb. Wohl genährt und zufrieden trat ich also nach der After-Show Party die Heimreise an. Wie es der Zufall so wollte, kam mein Zug auch noch viel zu spät. Eine optimale Gelegenheit, den ganzen Input schonmal in Ansätzen zu verdauen.

An dieser Stelle möchte ich meinen Dank an den Veranstalter web-netz aussprechen. Eine beeindruckende Veranstaltung, die einen hohen Wiederbesuchswert hat.

In diesem Sinne, hoffentlich bis nächstes Jahr!

Beste Grüße

Christian

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